Als Freelancer Geld verdienen mit Crowdfunding, Micropayments und Co.

Manchmal ist es wie verhext! Du hast eine tolle Idee für eine Geschichte, aber kein Verlag, kein Medium möchte dir die Chance geben, sie umzusetzen. Die Reaktionen der zuständigen Redakteure sind immer dieselben: „Passt nicht ins Konzept“, „Gefällt den Anzeigenkunden nicht“ oder ganz einfach „Dafür ist gerade kein Budget da“. Es muss doch einen Weg geben, mit innovativen Storys Geld zu verdienen – trotz gesunkener Werbeeinnahmen und Dauerkrise in den Medien … Den gibt es! Mithilfe von Crowdfunding und Micropayments machst du dich unabhängig von angeschlagenen Verlagen und Medienhäusern und lässt dich direkt von deinen Lesern unterstützen. Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten.

Patreon: Wenn du öfter Podcasts hörst, ist dir vielleicht schon mal der Name „Patreon“ untergekommen. Manche Hosts weisen am Ende jeder Episode darauf hin, dass die Hörer sie mithilfe dieses Social-Payment-Service-Anbieters finanziell unterstützen können – beispielsweise mit einem kleinen monatlichen Beitrag oder einer Spende pro Veröffentlichung. Dafür gibt’s dann Goodies wie Verlosungen oder Einladungen zu Lesungen. Inzwischen nutzen auch immer mehr Journalisten und Autoren die Plattform. Wenn du einen eigenen Blog betreibst, kannst du deinen Patreon-Unterstützern beispielsweise Zugang zu Inhalten hinter der Paywall gewähren und eine exklusive Community aufbauen, welche untereinander, aber auch mit dir persönlich kommunizieren kann.

Startnext: Du hast eine Vision für ein größeres Projekt, zum Beispiel ein eigenes Magazin oder eine Webseite? Dann bitte doch die „Crowd“ um Hilfe! Die Idee dahinter: Viele Menschen tun sich zusammen und finanzieren so deine kreative Idee. Bei Startnext durchläuft deine Crowdfunding-Kampagne vier Schritte. Du legst dein Projekt an (Entwurfsphase), nimmst Feedback entgegen (Startphase), sammelst Geld ein (Finanzierungsphase) und bekommst dieses schließlich ausgezahlt (Realisierungsphase).

Media Funders: Diese Crowdfunding- und Crowdsourcing-Plattform zur Förderung und Finanzierung von unabhängigem Journalismus befindet sich derzeit noch im Aufbau. Immer wieder mal Reingucken lohnt sich: Vielleicht kannst du einer der Ersten sein, der ein Projekt über die nagelneue Plattform realisiert?

Flattr: Dieser Social-Payment-Service funktioniert ein wenig wie eine virtuelle Kaffeekasse. Du setzt einen Meta-Tag auf Creator-Plattformen wie WordPress, YouTube, Instagram und/ oder Twitter und gibst dadurch deinen Lesern bzw. Zuschauern die Möglichkeit, direkt an dich zu spenden, wenn ihnen ein Post von dir gefällt. Und das geht so: Registrierte Flattr-Nutzer legen einen monatlichen Betrag fest, den sie Autoren zukommen lassen wollen. Auf jeder Seite, die über einen Flattr-Button verfügt, kann der Nutzer per Klick ein paar Cent spenden.

Steady: Anders als beim klassischen Crowdfunding geht es hier nicht darum, innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine vorab festgelegte Spendensumme zu erreichen. Steady versteht sich als Mitgliedschaftsprogramm, das aus deinen Lesern zahlende Community-Mitglieder macht. Das geht bei Blogs, aber auch bei Online-Magazinen, Podcasts und YouTube-Kanälen. Viele bekannte Publisher, die unabhängige Medien betreiben, sind hier schon dabei – beispielsweise Franziska Gärtner von Edition F und der Cartoonist Joscha Sauer.

Wie ist das bei dir? Nutzt du bereits Crowdfunding und Micropayments? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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