Bis hier – und keinen Schritt weiter! Warum Grenzen setzen so wichtig ist

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Bild: Canva

Heute geht es hier um unsere Grenzen und wann wir aufhören dürfen, sie dauernd von anderen Menschen einreißen zu lassen. Denn es ist deine Entscheidung, wann du noch etwas on top machen möchtest und wann nicht. Das lässt sich übrigens wunderbar auf alle Lebensbereiche ausweiten. Lass uns starten: Es ist mir nicht nur ein Mal passiert. Aber seit dem letzten Versuch vor Jahren nie wieder. Brüh dir eben einen Tee auf und lies genau. Denn ich denke, ich bin hier garantiert nicht die Einzige, der es so ergangen ist.

Also … Ich habe ein Angebot für ein Textpaket (Online) abgegeben. Der Preis wurde verhandelt und er hat für alle Seiten gepasst. Dann ging es an die Umsetzung und plötzlich kamen Mails. Mails vom Auftraggeber, der dann noch gerne dieses und jenes gemacht haben möchte. Beim ersten Mal dachte ich mir: Okay, das such ich noch raus, das ist in Ordnung. Beim zweiten Wunsch ging es schon in die Richtung: Hm. Eigenartig. Genau das haben sie ja aus dem Angebot gestrichen, weil sie es angeblich „nicht brauchen“. Und bei Mail Nummer drei ist mir dann die Hutschnur gerissen. Ich habe in meiner Mail genau diesen Betreff gewählt, den ich hier auch genommen habe: Bis hier – und keinen Schritt weiter! Und dann habe ich ganz klar kommuniziert, dass ab sofort die Zusatzwünsche enden müssen oder ich sie mit einer Pauschale von 500 Euro pro Wunsch in Rechnung stellen werde. Ich habe natürlich brav wiederholt, was abgesprochen war und erläutert, was jetzt noch dazukam ohne, dass es extra vergütet wird. Mehr gibt’s nicht. Aber wie kannst du vorgehen und am besten vorbeugen, dass dir das nicht auch (wieder) passiert?

Ich habe dir hier mal 13 Punkte zusammengeschrieben, die mir als Reminder dienen. Und ich hoffe, dir ab heute auch!

1. Mach dir klar, dass du immer die Wahl hast. Du kannst jederzeit aussteigen – aus Verhandlungen, aus Projekten, aus einer toxischen Zusammenarbeit.

2. Überlege genau, wem du deine Zeit schenkst und warum. Passen diese Menschen zu deinen Werten?

3. Setze Prioritäten. Wer regelmäßig bucht, sich ordentlich verhält und gut bezahlt, hat IMMER Vorrang.

4. Lerne zu sagen: Das muss ich mir erstmal durch den Kopf gehen lassen. Bevor du zu früh „ja“ sagst – und am Ende doch „nein“ meinst.

5. Bleibe transparent und kommuniziere klar, wo deine Grenzen liegen. Siehe oben – genau erläutern was war, was jetzt ist und wie es weitergehen kann (und eben auch: wie nicht).

6. Bleibe bei deinen Grenzen. Kein Aufweichen.

7. Mach ein Gegenangebot (wenn das Honorar zu niedrig ist – beispielsweise mit weniger Leistung).

8. Vorsicht vor Ausbeutung durch Anerkennung. Nur weil sie dich loben, heißt das nicht, dass du für einen Hungerlohn arbeitest.

9. In Mini-Steps zum Ziel. Jedes „Ja“ zu niedrig-bezahlten Projekten ist ein „Nein“ zu deinen coolen Projekten.

10. Ist es das wert? Beispiel: Ich bin auf Druck einer Redakteurin nicht mit meinem Mann und den Kids nach Paris gefahren. Das ist jetzt Jahre her und ich bereue es heute noch immer. Denn rate was passiert ist? Richtig! Sie haben Druck gemacht und waren dann nicht erreichbar, das Material kam nicht, ich saß rum. Es wäre überhaupt kein Problem gewesen zu sagen: Mach ich gerne bis zum XX. Juni fertig. Ende der Diskussion.

11. Entschuldige dich nicht für dein „Nein“. Das lässt dich in eine schwache Position rücken. Nein ist ein vollständiger Satz.

12. Es ist nie so schlimm (für die Auftraggeber) wie du denkst oder sie dich glauben machen. Jeder kalkuliert Puffer ein.

13. Merksatz zum Schluss:  Diene deinem eigenen Leben – oder du wirst dem eines anderen dienen.


Kannst du gut Grenzen setzen? Scheib mir gerne oder kommentiere hier!


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