Meine 3 liebsten Inspirationstools

Bild: Canva

Manchmal sprudeln die Ideen nur so und an einigen Tagen denk ich mir: Warum zur Hölle, hab ich mir einen kreativen Beruf ausgesucht?! Da ist nichts, was in Resonanz gehen würde, kein noch so kleiner Ideenfunke. Bin ich alleine damit? Sicher nicht! Ich hab jetzt mal für uns beide in der Erinnerung gekramt und zu Tage gefördert, was mir am ehesten hilft, wenn es stagniert. Übrigens, ist es völlig egal, ob du an einem Manuskript sitzt, einen Text lektorierst (und ein Beispiel zur Veranschaulichung suchst) oder vor deinen Social Media-Posts so langsam verzweifelst. Diese Methode gilt für alle, die kreativ arbeiten möchten … und eben gerade leer sind.

Lass uns mit dem guten alten BRAINSTORMING starten!

Die Gedanken sind frei: Brainstorming bedeutet, dass du deinen Geistesblitzen und Gedanken zunächst gestattest, in jede beliebige Richtung zu schweifen. Selbst die absurdesten Assoziationen sind erlaubt und erst in einem zweiten Lauf wird gefiltert.

Die einfachste Methode des Brainstormings läuft bei mir so ab: Du nimmst dir einen Block und einen Stift, dann lehnst dich in deinem liebsten Sessel zurück und schreibst erst mal dein Thema auf. Es wäre gut, wenn du schon eine grobe Ahnung hättest, worum es gehen soll. Weil es hier aber gerade um die Ideenfindung geht, ist es durchaus in Ordnung, wenn du nur ein Stichwort als Überschrift auf dein Blatt schreibst. Beispielsweise sollte ich neulich etwas über Hyaluronsäure-Filler schreiben und es durfte auf keinen Fall kritisch oder negativ sein (ja, hat nichts mit Journalismus zu tun, war ein Advertorial). Sobald klar ist, worum es geht, lässt du deine Gedanken einfach fließen. Wichtig hierbei: Alles ist erlaubt. Es gibt kein „falsch“, kein „unbrauchbar“, es gibt nur Gedanken, die du aufschreibst – und auf keinen Fall wertest. 

Wenn es dir hilft, dann stelle dir einen Wecker – 5 Minuten, 10 Minuten. Ich kann am besten und kreativsten arbeiten, wenn ich unter Zeitdruck stehe … leider wahr.

So, jetzt aber: Am Ende des Brainstormings hast du eine „wilde“ Liste von Begriffen und Formulierungen, die alle unterschiedlich sinnvoll und unterschiedlich wichtig sind.

Schon in dieser frühen Form ist das Ergebnis brauchbar. So kannst du dir jetzt die Punkte heraussuchen, die dir vielversprechend erscheinen oder einfach Spaß machen und gleich ein neues Brainstorming starten. Wenn dir beim genauen Hinschauen schon klar ist, wohin der Hase läuft, kannst du beginnen, deine Notizen nach Relevanz zu sortieren!

Eine andere Form, die für sich stehen kann oder sich aus deinem Brainstorming generiert, ist das MINDMAPPING!

Es gibt eine kurze, knackige Erklärung hierfür: Eine Mindmap ist eine Form, mit der du die beim Brainstorming entstandenen Ideen und Gedanken strukturieren kannst. Was auch geht: Du kannst dein Brainstorming auch gleich in Form einer Mindmap anlegen. Damit bringst du direkt schon Struktur rein!

Und das geht so: Nimm ein Din-A4 Blatt und lege es quer vor dich hin. Nun schreibst du in die obere Hälfte und in der Mitte des Blatts dein Thema. Um es nun besser hervorzuheben, zeichnest du einen Kreis drumherum – okay, bei mir sieht das eher aus wie ein Ei. Zur Stimulierung deiner kreativen Gehirnhälfte kannst du auch ein passendes Bild dazu malen oder nur Bilder verwenden – heißt dann Sketchnote und wäre für mich völlig ungeeignet, weil ich überhaupt nicht zeichnen kann. Lass dir gesagt sein: Beim Mindmapping ist alles erlaubt, was deine Fantasie beflügelt und dein Gehirn zum Denken anregt. Jetzt kannst du links und rechts neben des Kreises sowie darunter in Säulen sortieren, was dir dazu einfällt oder beim Brainstorming eingefallen ist. Beispielsweise ist dein Stichwort 

Hyaluronsäure (um beim Beispiel zu bleiben). Dann kommt in den linken Balken, alles Positive, was dir dazu einfällt, daneben alles Negative (auch wenn ich es in diesem Fall nicht nutzen konnte), daneben hatte ich notiert, welche Form der Artikel haben könnte – Reportage, Interview, beides gemixt etc., und wieder daneben habe ich mögliche Protagonisten, Ärztin etc. notiert. Und schon war mein Hirn gedanklich auf der richtigen Spur du so sprudelte es letztlich auch wieder …

Was ich auch gerne mache, ist: CLUSTERN

Wenn dir ein Gedanke zu deinem Thema kommt, schreibst du ihn als Stichwort auf dein Papier oft mittig mit Kreis oder Ei drum. Dann verbindest du das Wort durch einen Strich mit dem Begriff, aus dem er entstanden ist. Diese Verbindung nennt man Ast, oder Strahl. Was genau ein Cluster ist, weiß man nicht so genau bzw. hier gehen die Meinungen auseinander. Manchmal ist die gesamte Mindmap ein Cluster, manchmal nur die Hauptäste, manchmal jeder Punkt, der wiederum Unterpunkte hat. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass du die Begrifflichkeiten so sortierst und clusterst (zusammenfasst) wie sie für dich Sinn ergeben.

So wächst deine Mindmap an und bildet immer neue Strahlen, mit immer feineren Verästelungen.

Hinweis: Bei den Punkten ist es wichtig, dass du nur einzelne Stichpunkte aufschreibst und so wenig Wörter wie möglich, um es übersichtlich zu halten.

Alles klar? So, zum Schluss gibt es noch einen Kreativitätstipp dazu:

Journaln oder Morgenseiten – jeden Morgen ungefiltert alles nacheinander notieren (das kommt bei mir ins Moleskine), was auch immer dir durch den Kopf schwirrt … das bringt dein Schreib-Gehirn in Schwung und du startest frischer in den Tag!

Hab viel Spaß beim Ausprobieren. Über dein Feedback freue ich mich immer sehr!

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